Mittwoch, Juli 15, 2009
Breaking the Silence, oder: Es gibt keine Guten im Krieg
Die FAZ berichtet. Hier die Originalquelle. Auszug aus der FAZ über "Johnnies":
Um versteckte Hamas-Kämpfer aufzuspüren, wurden [Anm. DF: von israelischen Einheiten] auch Palästinenser als „menschliche Schutzschilde“ eingesetzt, wie es mehrere Soldaten gesehen haben. Bei früheren Einsätzen habe das die „Nachbar-Methode“ geheißen; dieses Mal habe man immer wieder „Johnnies“ in die Häuser geschickt, bei denen man nicht gewusst habe, wer sich darin aufhielt – mit „Johnnies“ waren Menschen aus Gaza gemeint. Manchmal hätten sich Soldaten hinter ihnen versteckt und ihre Schultern als Auflage für ihre Gewehre verwendet. In anderen Fällen hätten diese Palästinenser mit dem Vorschlaghammer Löcher in Wände von Häusern schlagen müssen, von denen unklar war, ob sie vermint waren. Auch die israelische Journalistin Amira Hass interviewte für die Zeitung „Haaretz“ Einwohner aus dem Gazastreifen, die ihr sagten, sie seien auf ähnliche Weise von Soldaten losgeschickt worden, um verdächtige Häuser zu überprüfen.
Labels: Frieden, Gaza, Hybris, Krieg

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