Sonntag, Juni 21, 2009

 

Zustände in der Rechtswissenschaft

Schreibt der geschätzte Verfasser über die von ihm anzufertigende wissenschaftliche Arbeit:
"Es ist zunächst zu erwähnen, dass in dieser Arbeit nicht rechtspolitisch, sondern rein rechtlich gearbeitet wird. Explizit außer Betracht bleiben daher soziologische, ethische, ökonomische, psychologische und andere außerrechtliche Einflüsse."
Dieser Satz bringt all das zu Papier, wofür Recht nicht steht: Die hermeneutische Befassung mit dem Gesetz, losgelöst von der realen Welt und den in ihr entstehenden Konflikten, zu deren Lösung überhaupt erst Recht gefunden wird. Wie kann man Konflikte lösen, wenn man nicht die Betroffenen befragt, sich mit ihren Bedürfnissen und ihrer Stellung im Leben und zueinander befasst, wie Recht finden, wenn Ethik ausgeblendet wird?

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Comments:
Ludwig Thomas Diktum "und auch sonst von mäßigem Verstande" drängt sich auf! :-)
 
Ey!
 
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