Donnerstag, Januar 31, 2008
Stalin Über Ausbeutung im Sozialismus
Die Frage der Ausbeutung der Produzenten durch Parasiten wird fast ausschließlich in Verbindung mit Kapitalismus und Kapitalisten in Verbindung gebracht. Dabei wird behauptet, dass (Lohn)-Arbeiter die eigentlichen Produzenten sind; (Kapital)-Einkommen (Gewinne, Zinsen) der Kapitalisten sind auf Kosten der Arbeiter und Lohneinkommen. So wird Ausbeutung von Sozialisten verstanden und nur so kann das Konzept der Ausbeutung dem Kapitalismus als Wirtschaftssystem angelastet werden.
Ausbeutung wird dabei als quasi im System selbst vorprogrammiert aufgefasst, als institutionelle Ausbeutung. Institutionelle Ausbeutung, weil einzelnen Kapitalisten direkte gewalttätige Enteignung, oder Zurückhaltung, der Löhne gerade dem liberalen Staats- und Gesellschaftsverständnis zufolge versagt ist. Folglich, wenn schon, dann nur Kapitalisten als Gesamtheit, als Klasse, können Ausbeuter geschimpft werden. Diesen Unsinn bloß und auseinander zu legen, ist allerdings nicht der Gegenstand dieses Beitrages.
Es geht mir um was anderes.
Wie oft wird die Frage gestellt, ob im Sozialismus, diesem angeblich perfekten System der sozialen Harmonie, Ausbeutung möglich ist? (Bei der nächsten Diskussion mit sozialistisch Gesinnten, diese Frage bitte stellen.) Josif Stalin, zum Gluck vor langer Zeit verstorbener „Vater der Völker“, meinte, dass die Kombination Sozialismus und Ausbeutung der arbeitender Klassen logisch unmöglich sei, selbst wenn ihnen durch Steuern fast alles unter Androhung roher Gewalt, und nicht irgendwie und leise durch den „Marktprozess“, weggenommen wird. Hier ist seine Argumentation (meine Übersetzung aus dem Russischen):„Die eigentliche Natur der Sowjetmacht lässt keine Ausbeutung der Bauern (oder Arbeiter, -- WK) durch den Staat zu. Unter sowjetischen Bedingungen die Ausbeutung ist ausgeschlossen, weil stetige Verbesserung der Lebensverhältnisse der Bauernklasse das Entwicklungsgesetz der sowjetischen Gesellschaftsform ist. Es ist genau dieser Umstand, welcher Ausbeutung jeglicher Art ausschließt.“
Bemerkenswerte Denkweise, nicht wahr!? Selbst wenn wir die ethischen Überlegungen zur Seite stellen, Mises und die ökonomische Theorie zeigen uns, dass es in der Natur der Sache ist, dass gerade im Sozialismus eine stetige Verbesserung der Lebensverhältnisse unmöglich ist.Labels: Ausbeutung, Sozialismus, Stalin
Mittwoch, Januar 30, 2008
ZEIT-Interview mit Greenspan
Greenspan: Blasen entstehen nur dann, wenn es niedrige Inflation und stabile und niedrige langfristige Zinssätze gibt. Mit anderen Worten: Zu den Kosten einer stabilen Volkswirtschaft gehört es, dass sie oft Blasen hervorruft. Solche negativen Folgen begleiten sie, wenn wir auf die Vorteile dieser stabilen Perioden mit ihren steigenden Wertpapierpreisen und ihrer Schaffung von Wohlstand nicht verzichten wollen. Und insgesamt waren die negativen Folgen immer weit geringer als die positiven. Und doch haben wir die Wahl. Eine Zentralbank kann stets Blasen vermeiden, indem sie Inflation erzeugt. Es gibt einfach keine Blasen in einem instabilen Umfeld mit Inflation. Die große Ironie lautet also, dass die Förderung von Blasen eine Folgeerscheinung erfolgreicher Finanz- und Geldpolitik ist. Das liegt in der menschlichen Natur: Euphorie, auf die Furcht folgt, ist ein schwer unterdrückbarer menschlicher Zug.
Und ich war der Meinung, Blasen seien Folge der Inflationierung der Geldmenge. Greenspan behauptet das Gegenteil, wenn er sagt Teuerung führe zum Platzen der Blasen. Asset-Inflation, anyone? Der nächste Satz ist ebenso bemerkenswert: Blasen gebe es in einem instabilen Umfeld mit Inflation nicht. Soll "instabiles Umfeld" eine Umschreibung für Rezension sein? Soll die Kombination von Rezension "mit Inflation" Stagflation bedeuten? Wenn ja, dann kann man fast zustimmen.
EDIT: Vielen Dank an den anonymen Kommentator für den Hinweis auf den Rechtschreibfehler.
Labels: Geld, Inflation, USA, Ökonomie
Freitag, Januar 18, 2008
M3
Freitag, Januar 11, 2008
Warum die USA keine Rezession fürchten müssen
"Dazu kommt der 'glückliche Zufall', wie HWWI-Chef Straubhaar es nennt, dass sich die USA 2008 in einem Wahljahr befinden: 'Zum einen steht dadurch die Wirtschaftspolitik wieder im Vordergrund und die Regierung muss alles dafür tun, die richtigen Signale zu setzen.' Zum anderen zeichne sich ja die neue Situation ab, dass erstmals eine Frau oder ein Schwarzer der neue US-Präsident werden könne. 'Das wird eine solche Aufbruchsstimmung und einen solchen Modernisierungsschub geben, dass die Wirtschaft davon auf jeden Fall profitieren wird.'"
Mittwoch, Januar 09, 2008
Vor hundert Jahren gab es noch keine Währungen ...
Weinberg: [...] Gold sollte auch nicht als Rohstoff angesehen werden. Viele Investmenthäuser und auch wir behandeln Gold als Währung.
mm.de: Zu einer Währung gehört aber auch eine Zentralbank oder eine andere Instanz, die Geld herausgeben kann, um die Menge den Bedürfnissen des Markts anzupassen. Es gibt jedoch Szenarien, dass in 30 bis 40 Jahren kaum noch neues Gold gefördert wird. Dann wäre nur noch das bereits geförderte Metall verfügbar.

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