Montag, Juni 26, 2006
Regierung, Information und Krieg
Auf LRC fordert Scott McPherson Objektivisten auf, mit ihrer Position zum Irakkrieg ins Reine zu kommen. Es sei der Zeitpunkt gekommen, eine Antikriegs-Position einzunehmen, obwohl er verstehen könne, warum einige Objektivisten in 2003 für den Einmarsch gewesen seien:
Nun ist es so, daß Regierungsmitglieder gleichzeitig ein tatsächliches Informationsmonopol haben, was sich aus ihrer Alleinbefassung mit außenpolitischen Fragen ergibt. Verstärkt wird dies desweiteren dadurch, daß nur die Regierung Empfänger von geheimdienstlich gewonnenen Erkenntnisse ist. Es ergibt sich also zwischen der Regierung (oder einem Teil ihrer Mitglieder) und dem Rest der Welt eine starke Informationsasymmetrie. Diese potenziert sich, wenn der Regierung eine eigene Medienhausmacht zugestanden wird.
Grundlegendes Prinzip der ökonomischen Analyse ist, daß Menschen ihre eigenen Interessen verfolgen. Dies gilt natürlich auch für Mitglieder einer Regierung. Es ist für diese ökonomisch, von der eben festgestellten Informationsasymmetrie in ihrem ureigenem Sinne und zu eigenen Gunsten Gebrauch zu machen. Daraus folgt, daß eine regierungsseitig verlautbarte Information der Gefahr der Korrumpierung durch persönlcihe Interessen umso mehr ausgesetzt ist, je größer das Informationsgefälle zwischen Regierung und Empfänger der Information ist. In den Fällen, in denen die Regierung ein Informationsmonopol hat, wie z.B. bei der Information über außenpolitische Verhandlungen und geheimdienstliche Erkenntnisse, kann kein Marktmechanismus greifen, der die Regierung zu einem ehrlichen Umgang mit Information reizen könnte. Gewisse Informationen sind also notorisch unglaubwürdig.
Als persönliche Handlungsanweisung folgt daraus, daß man als Bürger die Regierungserklärungen bezüglich außenpolitischer Fragen nicht ernst nehmen sollte. Für die politische Theorie folgt, daß die Regierung keine Kompetenz haben sollte, aktiv außenpolitisch zu handeln.
So I want to emphasize that I don’t hate Objectivists for backing the neo-cons in their rush to invade Iraq – I just think they, like so much of the rest of the country, were misled into believing that a threat existed and it turned out to be false; and too, that like the rest of the country, they’ve given up expecting such archaic niceties from our government as a constitutional declaration of war.Ich halte diese Begründung für repräsentativ für viele Kriegsbefürworter. Gleichzeitig ist sie syptomatisch für die Verletzung einer Denkregel:
Nun ist es so, daß Regierungsmitglieder gleichzeitig ein tatsächliches Informationsmonopol haben, was sich aus ihrer Alleinbefassung mit außenpolitischen Fragen ergibt. Verstärkt wird dies desweiteren dadurch, daß nur die Regierung Empfänger von geheimdienstlich gewonnenen Erkenntnisse ist. Es ergibt sich also zwischen der Regierung (oder einem Teil ihrer Mitglieder) und dem Rest der Welt eine starke Informationsasymmetrie. Diese potenziert sich, wenn der Regierung eine eigene Medienhausmacht zugestanden wird.
Grundlegendes Prinzip der ökonomischen Analyse ist, daß Menschen ihre eigenen Interessen verfolgen. Dies gilt natürlich auch für Mitglieder einer Regierung. Es ist für diese ökonomisch, von der eben festgestellten Informationsasymmetrie in ihrem ureigenem Sinne und zu eigenen Gunsten Gebrauch zu machen. Daraus folgt, daß eine regierungsseitig verlautbarte Information der Gefahr der Korrumpierung durch persönlcihe Interessen umso mehr ausgesetzt ist, je größer das Informationsgefälle zwischen Regierung und Empfänger der Information ist. In den Fällen, in denen die Regierung ein Informationsmonopol hat, wie z.B. bei der Information über außenpolitische Verhandlungen und geheimdienstliche Erkenntnisse, kann kein Marktmechanismus greifen, der die Regierung zu einem ehrlichen Umgang mit Information reizen könnte. Gewisse Informationen sind also notorisch unglaubwürdig.
Als persönliche Handlungsanweisung folgt daraus, daß man als Bürger die Regierungserklärungen bezüglich außenpolitischer Fragen nicht ernst nehmen sollte. Für die politische Theorie folgt, daß die Regierung keine Kompetenz haben sollte, aktiv außenpolitisch zu handeln.
Comments:
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Es besteht wenig Gefahr das deutsche Objektivisten den Irakkrieg als Fehler sehen werden.
Für mich zeigt diese ganze Affäre, das eine Gesellschaft keine Person oder Gruppe als über Kritik stehend ansehen kann.
Auch das die Politik unserer Regierung, den Zweifel an manchen historischen Ereignissen zu verbieten, in Zukunft viele Gefahren mit sich bringt.
Für mich zeigt diese ganze Affäre, das eine Gesellschaft keine Person oder Gruppe als über Kritik stehend ansehen kann.
Auch das die Politik unserer Regierung, den Zweifel an manchen historischen Ereignissen zu verbieten, in Zukunft viele Gefahren mit sich bringt.
Für eine Verteidigungsarmee brauche ich keine Regierung mit außenpolitischem Machtapparat. Die Kompetenz=Macht, Kriege zu führen, braucht eine Regierung nur dann, wenn sie zu ihrer Machterweiterung auch Kriege führen und über ihren innenpolitischen Steuerapparat finanzieren will.
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