Sonntag, Juli 31, 2005

 

Mises University 2005: Eingelebt

Mittlerweile habe ich mich in Auburn eingelebt, das Mises Institute besichtigt und die Stadt selbst. Auburn ist ein typisches College-Staedtchen. Im Kern befinden sich die kleinen Laeden fuer Studenten, Shopping-Malls befinden sich ausserhalb. Sehenswuerdigkeiten gibt es aus europaeisch-kultureller Sicht keine. Das, was Amerikaner dafuer halten, ist Firlefanz. Ein erstes Treffen mit vor Ort anwesenden summer fellows des MI und einigen ebenfalls frueh angreisten internationalen Teilnehmern der MU war sehr schoen. MU wird dieses Jahr mehr als 100 Teilnehmer haben, unter anderem aus Argentinien, Spanien, Panama und Schweden.
Eine Anekdote der Reisevorbereitungen muss ich noch erzaehlen: beim Umtausch von Dollars in der Bank berichtete meine Bankberaterin, dass chinesische Studenten darauf bestuenden nur neue und unbeschaedigte US$-Noten zu erhalten. Angeblich haetten diese einen hoeheren Wert in China. Ich fand das sehr interessant, weil es ein Abweichen vom Nominalwert des staatlichen Papiergelds darstellt. Eine oekonomische Erklaerung dafuer kann ich jedoch nicht liefern. Allenfalls liesse sich folgern, dass die Gefahr durch Beschaedigung zerstoert und wertlos zu werden geringer ist, was mangels verminderter Moeglichkeiten des Tausches in neue Noten bei der Zentralbank zu einem Wertverlust fuer alte Noten fuehren koennte.

Samstag, Juli 30, 2005

 

Mises University 2005: Ankunft in Aburn, AL

Gestern am spaeten Abend bin ich hier in Auburn, AL angekommen. Morgen abend beginnt die Mises University 2005. Ich werde auf dem Blog, so weit es Zeit und Lust erlauben, ueber meine Erfahrungen berichten.
Ueber den Flug nur soviel: die Einreise in die USA erfordert mittlerweile die Abgabe von Fingerabdruecken. Ausserdem machen die Grenzer ein Digitalfoto. Insgesamt ist sie jedoch problemlos, wenn es auch im Vergleich zu meiner letzten Einreise eine signifikante Verschaerfung darstellt. Auf meinem Anschlussflug befand ich mich in guter Gesellschaft: ein paar Plaetze weiter sass jemand mit einem "2005 Porcupine Freedom Festival"-T-shirt ein paar Plaetze weiter. Ich halte das fuer eine schoene Symbolik meines Aufenthalts.

Donnerstag, Juli 21, 2005

 

Der harte Eichel im harten Wahlkampf

Eichel im Wahlkampf. Einfach nur lesen und amuesieren.

Dienstag, Juli 12, 2005

 

Achtung, Blogger!

Cato berichtet in Bloggers Beware, dass die amerikanische Wahlbehoerde FEC einen erneuten versuch startet, amerikanischen Bloggern politische Themen zu versauern. Die (politische) Meinungsfreiheit wird in den USA traditionelle hoeher geachtet als in Deutschland. Daher nimmt es nicht Wunder, dass fuer private Internetseiten in den USA bislang keine Impressumspflicht oder vergleichbares besteht. Anders ist dies in Deutschland, wo ich sogar dazu angehalten bin, meine Telefonnummer zu veroeffentlichen. Dabei ist dies ueberfluessig wie ein Kropf. Wer geschaeftlich taetig werden will, der wird kaum Kunden bekommen, wenn er seine Geschaeftsadresse verschweigt. Kunden wuerden sein Geschaeft meiden. Fuer politische Blogger jedoch gilt, dass sie unter dem Eindruck politisch anders orientierter Surfer ihre Meinung nicht in dem Umfang ausdruecken koennen, wie sie vielleicht gern moechten. Die Impressumspflicht greift daher in die Grundrechte von Meinungs- und Gewerbefreiheit ein. Ich bin sehr froh, dass ich als ein Mensch, der an die freiheitlich-demokratische Grundordnung im Rahmen des Gesellschaftsvertrags glaubt, nicht durch diesen Eingriff betroffen bin!

Sonntag, Juli 10, 2005

 

Die Macht des Verbrauchers

Bei n-tv.de findet sich ein schoenes Beispiel fuer die Macht des Verbrauchers als der Macht, die Unternehmen wirksam beschraenkt.

Freitag, Juli 01, 2005

 

Versicherer und Klimawandel

Unabhaengig davon, ob man im Klimawandel ein natuerliches oder menschengemachtes Problem sieht, hier ein Beispiel fuer eine marktliche Loesung der zu erwartenden Folgen. Eine neue Studie von WWF und Allianz untersucht diese Folgen. Das Klima wird neoklassisch wohl als oeffentliches Gut angesehen, ein staatliches Eingreifen fuer erforderlich gehalten. Wenn es so waere, dann muesste die Allianz wohl keine Studie finanzieren. Tatsaechlich ist es naemlich so, dass die Allianz und insbesondere Rueckversicherer ein grosses Interesse am Erforschen des Klimawandels haben, haengen doch massgebliche finanzielle Interessen damit zusammen. So ist es ganz natuerlich und oekonomisch, wenn sich ein Versicherer dafuer inetressiert, wei er sein Risiko moeglichst klein halten kann. Das Risiko eines Klimawandels wird daher von den Versicherern internalisiert. Sobald der Versicherer eine Loesung gefunden hat, wird er seine Vertragsbedingungen anpassen und so indirekt seine Kunden verpflichten, das Noetige zum Klimaschutz zu tun--wenn es denn ueberhaupt notwendig ist.
So und nicht anders sieht eine effiziente Loesung aus, die zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Massnahmen ergreift und nicht vorab ueber das Ziel hinausschiesst, ohne dass es Argumente dafuer gibt.

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